Dönekes und Vertellekes

Die Geschichte der Wirtschaftsprüfung beginnt vor gut 3000 Jahren in Babylon als einfache Prüfung von Inventar. Archäologen wollen auf Steintäfelchen Prüfungshäkchen erkannt haben und vermuten dahinter einen Vergleich des Ist-Bestands mit den Soll-Werten. Bis in die Zeiten Babylons reisen wir mit Ihnen nicht zurück. Doch auch aus nur 100 Jahren unserer Tätigkeit in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung im Bergischen haben wir einige "Dönekes zu vertellen". 

1919 – 1939

Gründerzeitgeist

Nach dem ersten Weltkrieg entstand ein Steuersystem, das sich bis heute nicht grundlegend verändert hat. Es war Anfang Juli 1919, als Reichsfinanzminister Matthias Erzberger in seiner ersten Rede vor der Weimarer Nationalversammlung eine umfassende Finanzreform ankündigte - und diese dann auch in einem Kraftakt bis zum Frühjahr 1920 durchzog.

Bereits 1916 war Paul Behrens in Düsseldorf zum königlich-preußischen Steuersekretär ernannt worden. Drei Jahre später sollte er im Tal der Wupper das erste Steuerbüro gründen. Gemeinsam mit Werner Opitz, der unmittelbar nach Einführung des Wirtschaftsprüferberufs 1931 sein Berufsexamen abgelegt hatte, bildete Behrens den Vorstand der FIDES Treuhand AG, die 1923 von zwölf bergischen Unternehmern gegründet und 1932 zur ersten Wuppertaler Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestellt worden war.

Denn im Zuge der Wirtschaftskrise waren ein Jahr zuvor durch eine Verordnung des Reichspräsidenten von Hindenburg von 1931 Aktiengesellschaften und Unternehmen anderer Rechtsform kraft Gesetz einer Abschlussprüfung durch qualifizierte und unabhängige Prüfer unterworfen worden. 1939 wurde die gesetzliche Pflicht für eine Jahresabschlussprüfung kurzfristig aufgehoben, im gleichen Jahr wurde die FIDES AG in eine GmbH umgewandelt. 

 


<p>Im Zuge der Finanzreform von Matthias Erzberger zu Beginn der Weimarer Republik entstand durch Gesetz vom 29. März 1920 zum einen die Einkommensteuer. Zum anderen wurde die Körperschaftsteuer eingeführt. Der Steuersatz für einbehaltene Gewinne betrug 10 % und wurde in den Folgejahren kontinuierlich erhöht. &nbsp;</p>

1920

Jedem ein Zehntel


Die Erzbergsche Steuerrefom

Im Zuge der Finanzreform von Matthias Erzberger zu Beginn der Weimarer Republik entstand durch Gesetz vom 29. März 1920 zum einen die Einkommensteuer. Zum anderen wurde die Körperschaftsteuer eingeführt. Der Steuersatz für einbehaltene Gewinne betrug 10 % und wurde in den Folgejahren kontinuierlich erhöht.  


<p>30 Jahre lang verhandelte man darüber: Am 1. August 1929 wird aus den kreisfreien Großstädten Elberfeld und Barmen sowie den Städten Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel endlich Wuppertal. Also, fast: Auf den Namen einigten sich die Bürger erst Anfang 1930.&nbsp;</p>

1929

Was lange währt, wird endlich gut!


Wuppertal entsteht

30 Jahre lang verhandelte man darüber: Am 1. August 1929 wird aus den kreisfreien Großstädten Elberfeld und Barmen sowie den Städten Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel endlich Wuppertal. Also, fast: Auf den Namen einigten sich die Bürger erst Anfang 1930. 


1940 – 1959

Nachkriegsjahre

Nachdem Wuppertal 1943 erneut von schweren Bombenangriffen getroffen worden war, mussten auch Paul Behrens und Werner Opitz vorübergehend neue Räumlichkeiten finden und mieteten sich im Briller Viertel im Stadtteil Elberfeld ein. Nach Kriegsende konnte die Praxis wieder in die Hofaue, ebenfalls in Wuppertal-Elberfeld gelegen, umziehen. Während die FIDES Treuhand GmbH ihre Tätigkeit von 1945 an auf reine Treuhandaufgaben beschränkte, blieben Paul Behrens und Werner Opitz zunächst in einer Bürogemeinschaft miteinander verbunden.

Ab 1948 prüften und rechneten sie in D-Mark, ein Jahr später legte das Grundgesetz endlich die Fundamente für eine neue Finanzverwaltung und -gerichtsbarkeit. Doch es sollte noch einige Jahre dauern, bis der Geldwert durch eine strenge Ausgabenpolitik abgesichert war und konsequente Steuersenkungen die Wirtschaft beleben würden. Eine sogenannte organische Steuerreform wurde dem ersten Bundesfinanzminister vorgeschlagen, aber nie umgesetzt. Stetige Steuerreformbemühungen kennzeichnen seitdem das Steuerrecht und damit auch die Finanzgeschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Umso wichtiger, dass sich Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in allen Fachbereichen auskennen. Paul Behrens, der sich schwerpunktmäßig auf die Steuerberatung verlegt hatte, beteiligte 1951 Dr. Franz Hörstmann und Dr. Harald Rinke. Um den Mandanten - darunter bereits damals namhafte Firmen wie Vorwerk oder auch die Gebr. Happich GmbH - auf allen Gebieten der Wirtschaftsprüfung auch eine juristische Expertise anbieten zu können, nahm Werner Opitz 1953 den Wirtschaftsprüfer und Juristen Dr. Adolf von Dreden als Partner in seine Praxis auf.

Nur wenige Jahre später, am 2. November 1955, starb Werner Opitz. Wie ein Zeitdokument belegt, war die Anteilnahme damals groß: Sie „beweist uns, wie hoch das Lebenswerk des Dahingeschiedenen geschätzt wurde, und legt uns die Verpflichtung auf, dieses in seinem Geiste fortzuführen“, hieß es in einer Veröffentlichung von Paul Behrens und Adolf von Dreden anlässlich des Todes des Geschäftspartners im General-Anzeiger von Wuppertal.


<p>Dieser Marketing-Gag ging gründlich baden: Am 21. Juli 1950 reiste eine Elefantendame mit der Wuppertaler Schwebebahn. Als Tuffi in Panik geriet, nahm die Fahrt eine dramatische Wendung. Der Elefant durchbricht eine Seitenwand, springt in die Wupper und - überlebt die Landung in der Wupper&nbsp;nahezu unverletzt.&nbsp;</p>

1950

Ein Sprung in die Wupper!


Rummel um Tuffi

Dieser Marketing-Gag ging gründlich baden: Am 21. Juli 1950 reiste eine Elefantendame mit der Wuppertaler Schwebebahn. Als Tuffi in Panik geriet, nahm die Fahrt eine dramatische Wendung. Der Elefant durchbricht eine Seitenwand, springt in die Wupper und - überlebt die Landung in der Wupper nahezu unverletzt. 


<p>Am 31. März 1956 wird es&nbsp;abgeschafft: Das sogenannte Notopfer Berlin war eine Zusatzabgabe zur Einkommensteuer und eine Steuermarke, die in der BRD vom Absender einer Postsendung seit dem&nbsp;1. Dezember 1948 zusätzlich zum normalen Postporto verwendet werden musste. Die Steuermarke über 2 Pfennig wurde von der Post und später Deutschen Bundespost verkauft. &nbsp;</p>

1964

Steuern für die Hauptstadt


Das Notopfer Berlin

Am 31. März 1956 wird es abgeschafft: Das sogenannte Notopfer Berlin war eine Zusatzabgabe zur Einkommensteuer und eine Steuermarke, die in der BRD vom Absender einer Postsendung seit dem 1. Dezember 1948 zusätzlich zum normalen Postporto verwendet werden musste. Die Steuermarke über 2 Pfennig wurde von der Post und später Deutschen Bundespost verkauft.  


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